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Koprophilie – Die Liebe zum Naturkaviar

Ausscheidungen produziert jeder Mensch. Während viele Menschen vor allem bei Kot Ekel und Abscheu verspüren, erregt dieser wiederum Personen mit Koprophilie. Der besondere Sexfetisch bezeichnet die sexuelle Lustgewinnung durch die Ausscheidung des menschlichen Kots sowie sein generelles Vorhandensein. Während sich viele Personen an den speziellen Pornofilmen erregen, praktizieren andere wiederum den Fetisch direkt. Dennoch birgt Koprophilie auch gewisse Risiken, wenn sie falsch ausgeübt wird.

Was ist Koprophilie?

Unter Koprophilie wird die sexuelle Lustgewinnung durch den menschlichen Kot sowie seine Ausscheidung verstanden. Der besondere Sexfetisch ist unter mehreren Bezeichnungen bekannt. Vor allem Naturkaviar oder Kaviar, Scat, Nougat, Schokolade und Nutella sind hierbei gängig. Sowohl Männer wie Frauen üben den Fetisch aus. Dabei sind sie die Person, welche eine andere Person bei der Ausscheidung beobachten, oder der Ausscheidende. Die sexuelle Erregung bei Mann und Frau geschieht vormerklich durch den Ausscheidungsvorgang, den Anblick des Kots oder durch den direkten Körperkontakt. Manche Personen werden zudem durch das Aufhalten des Stuhlgangs bis zum Kontrollverlust erregt. Die sogenannten Kotspiele können zudem rein auto-erotisch durch beobachten oder durch den eigenen Kot sowie mit einem Partner praktiziert werden. In diesem Fall wird der Kot häufig auf dem Körper verteilt. Ob es sich um den eigenen Kot und eigenen Körper oder fremden Kot und fremden Körper handelt, unterscheidet sich je nach Person. Das Verteilen kann sogar so weit führen, dass der Kot gegessen wird. Folglich essen die Personen die Kacke oder lassen sich in den Mund kacken. Folglich besitzt Koprophilie mehrere Möglichkeiten der Praktizierung, welche stets vom eigenen Wohlbefinden und Ekelgefühl abhängt. Zugleich existiert eine Abgrenzung zur Urophilie, der sexuellen Lustgewinnung am Urin. Viele Urophile lehnen die Anwesenheit von Kot strikt ab, sodass Urophilie und Koprophilie nicht zwingendermaßen gleichzeitig ausgeübt werden.

Der sexuelle Reiz hinter Koprophilie

Der sexuelle Reiz hinter Koprophilie unterscheidet sich bei jedem Praktizierenden. Lediglich die Tatsache, dass die Ausscheidung von Kot stattfindet und folglich Kot produziert wird, vereint die Liebhaber. Viele Personen erregen sich bereits lediglich an der Beobachtung des Stuhlgangs. Hierbei finden sie die Anspannung des Anus mitsamt dem Loslassen und dem Hervortreten des Kots als sexuell erregend. Andere Personen wiederum „spielen“ gerne mit dem Kot, indem sie ihn auf sich selbst, einer anderen Person oder der Umgebung verteilen. Auch das Essen des eigenen oder fremden Kots gehört dazu. Wie Kot schmeckt, variiert aufgrund der Ernährung des Ausscheidenden. Die sogenannten Kaviar Frauen essen dabei den Kot des Partners. Der Partner kann ebenfalls die Neigung verspüren, den Kot seiner Partnerin essen zu wollen und verspürt sexuelle Erregung an dem Kaviar der Frauen. Koprophilie beschränkt sich zugleich nicht nur auf heterosexuelle Beziehungen, sondern wird ebenso in homosexuellen Beziehungen ausgeübt.

Entwicklung bzw. Ursprung von Koprophilie

Der Ursprung von Koprophilie ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Bei vielen Liebhabern äußert sich die Zuneigung zu Kot und Urin bereits in der Kindheit. Auch eine strenge Reinlichkeit, welche die Eltern den Betroffenen als Säugling und Kind anerziehen, kann den Fetisch hervorrufen. Viele Betroffene erkennen ihre Neigung allerdings erst, wenn sie auf spezifische Pornofilme stoßen. Die sogenannten Scat Porns gelten zwar als Marktnische, verbreiten sich allerdings zunehmend. Besonders bekannt wurde Koprophilie durch den 2007 produzierten koprophilen Porno „Two Girls One Cup“, durch welchen viele Personen das erste Mal mit dem Fetisch in Berührung kamen.

Die Szene von Koprophilie

Die Szene rund um Koprophilie hält sich eher im Hintergrund und konzentriert sich auf eigene Internetplattformen und -foren. Dabei suchen Liebhaber und Interessenten am Fetisch häufig nach Gleichgesinnten, welche bereit sind, den Fetisch mit ihnen auszuüben. Ob die Praktizierung hierbei durch das Beobachten beim Stuhlgang oder die Involvierung des Kots direkt am Partner geschieht, unterscheidet sich bei vielen Personen. Dennoch informieren sich vor allem Interessenten zunächst im Internet über die Möglichkeit, den Fetisch auszuüben, und welche Gefahren bei ihm bestehen. Außerhalb des Internets ist Koprophilie nicht sonderlich verbreitet, sodass Beratungsmöglichkeiten rar gesät sind.

Häufigkeit bei Frauen und Männern

Koprophilie erregt sowohl Männer wie Frauen. Die Anzahl an Männern, welche durch den Kaviar von Frauen sexuelle Lustgewinnung verspürt, scheint jedoch signifikant höher zu sein. Dies zeigt sich deutlich an der Anzahl an Scat Porns, welche Kaviar Frauen in den Mittelpunkt stellt. Folglich ist anzunehmen, dass Frauen bei Koprophilie mehr auf die Ausscheidung stehen und Männer die Rolle des Beobachtenden einnehmen. Doch auch viele Frauen beobachten gerne ihren männlichen Partner oder einem Mann bei der Ausscheidung von Kot. Die Anzahl an Scat Porns mit männlichen Darstellern ist dennoch deutlich geringer als jene mit Frauen.

Risiken hinter Koprophilie

Da Koprophilie nicht nur die Ausscheidung von Kot, sondern auch sein Verteilen auf dem Körper sowie seinen Verzehr beinhalten kann, ist der Fetisch nicht frei von gesundheitlichen Risiken. Der menschliche Kot weist hierbei eine hohe Konzentration von Bakterien und Pilzen auf. Aus diesem Grund ist das Kot-Essen nur Personen mit einem guten Immunsystem zu empfehlen. Menschen mit einem geschwächten Immunsystem können einem gesundheitlichen Risiko ausgesetzt werden. Liegt eine Immunschwäche vor, sollte deshalb entweder auf den Verzehr von Kot verzichtet oder ein Arzt aufgesucht werden.

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